Interview Team Berlin 1

 
_DSC9304_Nb4_neutral.jpg

1. Was sind die Besonderheiten und Schwierigkeiten des Synchroneiskunstlaufens ?

Synchroneiskunstlaufen ist die jüngste Disziplin des Eiskunstlaufens. 16 Sportler(innen) bilden ein Wettkampfteam. Das Besondere am Synchroneiskunstlaufen sind die Choreographien und Programmelemente mit mehreren Läufern gleichzeitig. Jeder kann seine Stärken einbringen, jeder kann das Programm beleben, aber alles muss auf einander abgestimmt sein: Ein Heraustanzen aus der Reihe wird zumeist bestraft. So entstehen individuellste Elemente, Hebungen und Choreographien, die es täglich gilt zu trainieren.

2. Wie läuft ein normales Synchroneiskunstlauftraining ab?

Im Trainingsbetrieb trainieren die Teams zumeist mit dem Wettkampfteam und min destens vier Ersatzläufern. Das „Team Berlin 1“ besteht zurzeit aus 21 Läuferinnen und einem Läufer. Das Training gliedert sich wie auch in den anderen Eiskunstlaufdisziplinen in Athletik, Ballett und Eistraining. Auf dem Land werden Beweglichkeit, Konditi on, Kraft, Haltung und Synchronität trainiert. Auf dem Eis werden die Programme und Elemente solange geübt bis sie perfektioniert sind. Ein Trainingstag sieht meistens 1,5h Athletik/Ballett und 2h Eis vor. Trainiert werden fünf Tage pro Woche.

3. Was zeichnet das Team Berlin 1 aus?

Das Team Berlin 1 ist Deutschlands erfolgreichstes Team im Synchroneiskunstlaufen. Seit der Gründung im Jahr 1994 hat es insgesamt 22 Titel bei den Deutschen Meisterschaften geholt - und dies in Folge. Es hat sich als deutsche Nat ionalmannschaft immer für die jährlich stattfindenden Weltmeisterschaften qualifiziert und konnte bereits mehrere internationale Weltcups gewinnen. Seit Gründung des Teams, stellte das Team zudem immer mindestens einen männlichen Läufer und stellt somit ei n Unikum im internationalen Synchroneiskunstlaufen dar.

4. Worauf freut Ihr Euch bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt am 15. und 16. Dezember besonders ?

Das Team Berlin 1 freut sich besonders darauf das Synchroneiskunstlaufen einem neuen Publiku m in einer neuen Wettkampfstadt präsentieren zu können. Wir freuen uns im Rahmen der Titelkämpfe der Einzel - und Paar - Disziplinen antreten zu können und so ebenfalls spannende Programme bestaunen zu dürfen.

5 . Was möchtet Ihr den Zuschauern in Frankfurt mit Eurem Programm und der ausgewählten Musik vermitteln ?

Unsere Programme sollen Geschichten auf dem Eis erzählen. Unser Kurzprogramm ist das berühmte Lied „Mein Herr“ von Ute Lemper, wo wir die Zuschauer ins Kabarett auf dem Eis einladen. Die Kür laufen w ir zu einem Mix aus verschiedenen Grusel musiken, die al le einen Bezug zu Puppen haben - das Thema ist „Creepy Dolls“. Wir hoffen den Zuschauer n neben dem Spektakel auf dem Eis auch einen kalten Schauer auf den Rücken zaubern zu können.