Interview Annika Hocke & Ruben Blommaert

 
Annika Hocke & Ruben Blommaert - Copyright: Petra Eufinger

Annika Hocke & Ruben Blommaert - Copyright: Petra Eufinger

1. Was fasziniert Euch beide am Eiskunstlaufen und worauf kommt es in Eurer Disziplin an ?

Es ist diese Kombination aus Sport und Kunst, die das Eiskunstlaufen so besonders macht. Sportliche Höchstleistungen möglichst leicht und elegant aufs Eis zaubern und dazu im besten Fall den Zuschauern einen tollen Abend oder Nachmittag zu bereiten, das macht uns Spaß. Das Paarlaufen ist extrem variabel: zu den Sprüngen, Schritten und Pirouetten kommen n och Hebungen , Würfe und Todesspiralen. Es ist abwechslungsreich, man muss nicht nur gut laufen und springen können, sondern auch artistische Fähigkeiten haben, bei manchem vielleicht auch etwas mehr Mut haben und man muss in der Lage sein eine Synchronität und Harmonie auf dem Eis her zu stellen.

2. Wie habt Ihr beide zusammengefunden und wie verlief Eure erste gemeinsame Vorbereitungsphase für diese olympische Saison?

Nachdem Ruben und seine vorherige Partnerin (Mari Vartmann) sich im Dezember getrennt hatten, kam Ruben im Januar für ein Probetraining nach Berlin. Annika war da noch als Einzelläuferin aktiv. Das Probetraining sah schon sehr vielversprechend aus, vieles klappte auf Anhieb gut. Wir verstanden uns sehr gut, merkten, dass wir ähnlich ehrgeizig sind und bereit , viel für unsere Ziele zu geben. Es passte einfach und dann haben wir ab Februar richtig losgelegt, sind auch öfter nach Oberstdorf gefahren, mit Alex König und Aljona und Bruno trainieren. Es ging rasant voran und bei unserem ersten gemeinsamen Wettbewerb, der Nebelhorn Trophy, sind wir quasi von 0 auf 180 durchgestartet. Die Olympianorm von 157 Punkten haben wir mit unseren erreichten 180,37 Punkten förmlich pulverisiert. Bei unserem zweiten Wettbewerb, dem Cup of Nice standen wir als Zweitplatzierte bereits auf dem Treppchen. Viel Zeit für eine Olympiavorbereitung hatten wir eigentlich nicht, aber die wenige Zeit, die wir hatten haben wir offenbar doch ganz gut genutzt.

3. Was sind Eure Ziele in dieser Saison?

Wir laufen ja erst wenige Monate zusammen, waren uns aber von Anfang an einig, dass unser großes Saisonziel dennoch die Olympischen Spiele in Pyeonchang sind. Dem sind wir schon ein gutes Stück näher gekommen. Wir wollen uns weiter stetig verbessern und dies bei jedem Wettbewerb unter Beweis stellen.

4. Was bedeuten Euch dabei die Deutschen Meisterschaften am 15. u nd 16. Dezember in Frankfurt?

Es ist möglicherweise die letzte Chance, das Olympiaticket sicher zu buchen. Zudem hilft uns jeder Wettbewerb, immer besser zu werden. So natürlich auch diese DM, bei der man mit Aljona Savchenko und Bruno Massot gegen eines der besten Paare der Welt laufen kann.

5. Was können die Zuschauer in Frankfurt von Eurem Programm erwarten? Was ist das Besondere daran?

Wir versuchen, die Zuschauer zu verzaubern. Als Romeo und Julia gelingt uns das bislang ganz gut in unserer ersten gemeinsamen Saison. Leichtigkeit und Harmonie prägen unsere Kür. Und dass Aljona Savchenko uns an einigen Stellen mit der Choreografie geholfen hat, werden sicher viele Zuschauer zu schätzen wissen.